Behandlungsschwerpunkte

Das Schwäbische Kinderkrebszentrum in Augsburg ist eines der größten Schwerpunktzentren für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen sowie Erkrankungen des blutbildenden Systems in Bayern. Ca. 50 % der 2000 jährlich an bösartigen Erkrankungen leidenden Kinder und Jugendlichen haben Leukämie oder ein Lymphom. Weitere 50 % leiden an soliden Tumoren. Patienten mit Leukämie oder einem Lymphom werden im Schwäbischen Kinderkrebszentrum vom ersten Verdachtsmoment über die Diagnose, die intensive Therapiephase bis hin zur Nachsorge umfassend betreut.

Neben den Leukämien und Lymphomen ist ein weiterer Schwerpunkt des Schwäbischen Kinderkrebszentrums die Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Tumoren des zentralen Nervensystems (Gehirntumoren) durch enge Kooperation mit Neurochirurgen, Neuroradiologen, Kinderradiologen, Nuklearmedizinern, Strahlentherapeuten, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten und Augenärzten. Durch die direkte Anbindung an das Klinikum Augsburg als Krankenhaus der Maximalversorgungsstufe stehen uns im Schwäbischen Kinderkrebszentrum sämtliche notwendigen apparativen Voraussetzungen für die Diagnostik, aber auch die Therapie für diese spezielle Gruppe von Patienten zur Verfügung.

Neben dieser größten Gruppe an Patienten mit soliden Tumoren haben wir weitreichende Expertise in der Behandlung von embryonalen Tumoren (z.B. Neuroblastom, Nephroblastom und Hepatoblastom), aber auch in der Diagnostik und Behandlung von Patienten mit Knochentumoren oder Tumoren des Weichgewebes.

Wir behandeln 95% aller erkrankten Kinder und Jugendlichen nach einheitlichen Therapieprotokollen und im Rahmen von klinischen Studien zur Therapieoptimierung.
Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie sind die drei großen medizinischen Säulen
der Krebstherapie. Zentrale Aufgabe unseres Teams aus Ärzten und Pflegenden ist die Koordination des gesamten Prozesses von der Diagnose über neueste technische radiologische oder nuklearmedizinische Diagnosemethoden sowie möglichst schonende chirurgische Eingriffe bis zum zielgenauen Strahlen. Als Team stimmen wir das Fachwissen und die Bemühungen der einzelnen Spezialisten aus Diagnostik, Chirurgie, Strahlentherapie und Chemotherapie genau aufeinander ab. Vereinendes Ziel ist eine zeitgerechte und doch möglichst schonende Therapie und folglich ein bestmögliches Therapieergebnis.

Leitschnur dieses Vorgehens sind die Therapieoptimierungsstudien der onkologischen Fachgesellschaften (z.B. GPOH). Je nach Erkrankung, Alter bei Diagnose und Ausbreitungsstadium existieren Vorgaben und Empfehlungen zum diagnostischen und therapeutischen Vorgehen.

Unser Schwäbisches Kinderkrebszentrum hat große Erfahrung in der Durchführung von Therapieoptimierungsstudien aller Krankheitsphasen und in allen Tumorstadien. Darüber hinaus erfolgt bei uns die experimentelle Behandlung von Patienten mit Rückfällen oder Tumoren, die auf die gängigen Therapien nicht oder ungenügend ansprechen.

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