VITA – Versorgungseinheit für
integrierte Traumatologie im Alter

VITA heißt Leben und ist somit mehr als nur die Abkürzung für den Titel unserer Station. VITA bemüht sich auf neue und innovative Weise um die Aufrechterhaltung und Wiederherstellung von Lebensqualität für alte Menschen, die durch das einschneidende Ereignis eines Unfalls stark in ihrer Selbsthilfefähigkeit eingeschränkt sind.

Für alte Menschen stellen der Erhalt und die Wiedergewinnung eben dieser Selbsthilfefähigkeit das zentrale Element ihrer Lebensqualität dar.

Motivation

Der medizinische Fortschritt und gerade auch die hervorragenden Entwicklungen auf chirurgischem und intensivmedizinischem Gebiet der vergangenen Jahre haben bislang leider nichts daran geändert, dass eine Fraktur oder eine stark beeinträchtigende Erkrankung des Bewegungsapparates in höherem Alter eine ernstzunehmende Bedrohung für die Selbsthilfefähigkeit und Autonomie der Betroffenen bedeutet. Dies hat in uns die Überzeugung geweckt, dass eine erfolgreiche Wiederherstellung nur angestoßen werden kann, wenn perfekte chirurgische Behandlung mit anderen Methoden in der Versorgung der Patienten verknüpft werden kann.

Wir am Klinikum Augsburg waren und sind durch die bisherigen Erfahrungen mit der VITA mehr denn je überzeugt, dass deutlich mehr Patienten als bislang möglich in ihr gewohntes, selbstbestimmtes Leben zurückgeführt werden können. Dies wird nur möglich, wenn alte Pfade in der Behandlung auch mal verlassen werden.

Das VITA-Konzept

Die VITA verfolgt ein interdisziplinäres, ganzheitliches Konzept zur Betreuung der Patienten. Die unfallchirurgische Therapie des Akutproblems wird in ein umfassendes geriatrisches Gesundheitsmanagement integriert, das eine Aussicht auf Stabilität für möglichst lange Zeit anstrebt. Entscheidend sind dabei die zügige Problemidentifikation sowie die individuelle Zieldefinition und Behandlungsplanung aus geriatrischer und chirurgischer Sicht. Diese werden täglich im Rahmen der Teambesprechung und der interdisziplinären Visite festgelegt und aktualisiert. Der Aspekt der Aktivierung spielt eine zentrale Rolle. Aktivierung heißt, dem Patienten ein Umfeld zu bieten, das so viel Alltag wie möglich widerspiegelt und dem Patienten eine von Therapeuten unterstützte aktive Rolle zuweist.

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