Wirbelsäulenchirurgie

Die Wirbelsäule bildet die zentrale Achse des menschlichen Skeletts. Sie setzt sich aus sieben Hals-, 12 Brust- und fünf Lendenwirbeln, sowie dem Kreuz- und Steißbein zusammen, welche über die Bandscheiben und die Wirbelgelenke miteinander verbunden sind.

Ihre biologischen und mechanischen Eigenschaften und die S-förmige Konstruktion bieten im Zusammenspiel mit der beteiligten Muskulatur Rumpfstabilität und Flexibilität zugleich.
Verschiedenste Traumata können zu Verletzungen der Wirbelsäule führen. Häufig treten Wirbelsäulenverletzungen auch bei Mehrfachverletzten auf.

Während beim jungen, gesunden Patienten in der Regel ein erhebliches Trauma notwendig ist, um relevante Wirbelsäulenverletzungen zu verursachen, so reichen bei betagten und vorerkrankten Patienten häufig vermeintlich harmlose Unfälle aus, um Wirbelkörperbrüche zu verursachen.

Die Behandlung von Wirbelsäulenverletzungen erfordert eine differenzierte, die Begleitumstände berücksichtigende Herangehensweise, um der zentralen Rolle der Wirbelsäule in unserem Bewegungsapparat gerecht zu werden. Unsere Klinik bietet neben der umfänglichen operativen und konservativen Behandlung und Versorgung von Wirbelsäulenverletzungen, auch multimodale Konzepte der Schmerztherapie bei degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule an.

Zu unseren Behandlungsschwerpunkten gehören:

  • Konservative Akutbehandlung stabiler Wirbelkörperbrüche sowohl bei jungen, als auch alten Patienten
  • Operative Aufrichtung und Stabilisierung von Verletzungen an der gesamten Wirbelsäule:
    • dorsale Stabilisierung mittels Fixateur interne (Schrauben-Stab-Systeme) minimalinvasiv oder offen chirurgisch
    • Occipitocervikale Fusion mittels Fixateur interne
    • Verschraubung von Wirbelkörperfrakturen der oberen Halswirbelsäule
    • Plattenosteosynthesen und Versteifungen an der Halswirbelsäule
  • Stadiengerechte Therapie von osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen
    • Beginn / Optimierung der Medikamentösen Osteoporosetherapie
    • konservative Therapie mit Schmerzmedikation und Physiotherapie
    • Kyphoplastie
    • dorsale Stabilisierung mittels Fixateur interne, ggf. zementiertaugmentiert
  • Bandscheiben- und Wirbelkörperersatz an der gesamten Wirbelsäule. Nach Möglichkeit über minimalinvasive Zugangswege (thorakoskopisch, über Mini-Lumbotomie)
  • Primäre Versorgung sämtlicher Wirbelsäulenverletzungen mit und ohne neurologischer Defizite, inklusive der operativen Stabilisierung und Dekompression des Rückenmarks
  • Konservative multimodale Schmerztherapie bei chronischem und akutem vertebragenem Schmerzsyndrom (Spezielle Schmerztherapie, Physikalische Medizin, Physiotherapie, Orthesen-Versorgung, Manuelle Therapie, Akupunktur, u.a.)
  • Lokale Infiltrationsbehandlungen an der Wirbelsäule
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