Logopädie

Im Bereich der HNO betreuen wir Patienten sowohl auf Station, als auch ambulant. Hierfür steht uns ein Therapiezimmer im Erdgeschoss zur Verfügung. In der Geriatrie wird stationär behandelt. Schluck-, Sprach-, und Sprechstörungen bilden hier den Schwerpunkt. Unsere enge Verknüpfung mit den beiden Abteilungen ermöglicht uns eine interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Für ambulante Termine und Fragen erreichen Sie uns unter der Nummer 0821 400-7138. Wir beraten Sie gerne!

Tätigkeitsfelder

  • Stimmstörungen

Bei einer Stimmstörung kommt es zu einer Veränderung des Stimmklanges. Die Stimme klingt z.B. heiser oder rau, sie ist tiefer oder auch höher als früher; längeres Sprechen wird zunehmend anstrengend. Häufig klagen die Betroffenen auch über Missempfindungen im Kehlkopfbereich, wie beispielsweise ein Kloßgefühl, Räusperzwang oder Hustenreiz.

In der logopädischen Behandlung von Stimmstörungen werden die Zusammenhänge zwischen Körperhaltung/-spannung, Atmung, Stimme und Artikulation aufgezeigt und optimiert. Hierzu werden störungs-/patientenspezifische Übungen durchgeführt.

Unser Therapieansatz ist ganzheitlich orientiert. Angewandte Therapieverfahren sind u.a. die Akzentmethode nach S. Smith und die Funktionelle Stimmtherapie.
Auch ein Reizstromgerät steht bei entsprechender Indikation zur Verfügung.
 

  • Laryngektomie (Kehlkopfentfernung)

Auch nach einer kompletten Entfernung des Kehlkopfes („Laryngektomie“) gibt es Möglichkeiten der Stimmrehabilitation. In der logopädischen Therapie hat der Patient die Möglichkeit, drei verschiedene Ersatzstimmen zu erlernen: durch die sogenannte „Stimmprothese“, die Ösophagus-Ersatzstimme („Ructusstimme“) oder durch eine elektronische Sprechhilfe.

Wir beraten Sie, welche Stimmrehabilitationsvariante für Sie sinnvoll wäre.

  • Schluckstörungen

Nach Operationen im Bereich des Mundes oder des Rachens oder auch aufgrund neurologischer Erkrankungen kann es zu Schluckstörungen kommen. Anzeichen für eine Schluckstörung („Dysphagie“) können z.B. Husten während/nach der Nahrungsaufnahme, Nahrungsreste im Mund- und Rachenbereich, ein belegter Stimmklang oder unklares Fieber sein.

Eine genaue Aussage über das Schluckvermögen des jeweiligen Patienten kann in Zusammenarbeit mit der HNO-Abteilung anhand entsprechender Untersuchungen getroffen werden.

Wir führen mit den Patienten störungsspezifische Übungen durch, um die am Schluckakt beteiligte Muskulatur zu kräftigen. Der Betroffene erlernt geeignete Schlucktechniken oder Kompensationsmöglichkeiten. Auch um die Anpassung der Nahrung kümmern wir uns.

  • Sprech-/ Artikulationsstörungen

Kinder erlernen im Laufe ihrer Entwicklung die korrekte Artikulation der Laute. Werden Laute fehlgebildet, ist meist eine logopädische Therapie indiziert.  Aber auch bei Erwachsenen kann es nach Operationen oder u.a. durch neurologische Erkrankungen wie einem Schlaganfall zu einer Sprechstörung (z.B. „Dysarthrie“) kommen.

Weitere mögliche Ursachen für Artikulationsauffälligkeiten sind Veränderungen der Sprechorgane oder Hörstörungen. Je nach zugrundeliegender Problematik können Übungen im Bereich der Mundmotorik, der Atmung und der Stimme durchgeführt werden.

  • Sprachstörungen

Bei einer Sprachstörung liegt eine Auffälligkeit in den Bereichen Grammatik/Satzbau, Wortschatz, Sprachverständnis und Sprachproduktion vor. Diese Symptome können die Folge von kindlichen Entwicklungsverzögerungen, von Hörstörungen oder, v.a. bei Erwachsenen, von neurologischen Erkrankungen sein.

In der Therapie mit Kindern orientiert sich die Logopädie am normalen kindlichen Spracherwerb und versucht durch Übungen in den einzelnen Bereichen Defizite zu minimieren. In der Arbeit mit Erwachsenen bilden Kommunikation und Schriftsprache die Schwerpunkte.

 

Bei starken Hörbeeinträchtigungen mit entsprechenden Hörtestergebnissen kann die HNO-Klinik ein Cochlea-Implantat vorschlagen und einsetzen. Die dadurch verbesserte Hörleistung des Patienten kann in der Logopädie geschult werden. Hierfür bieten wir ein Hörtraining, durch das der Patient lernt, Alltagsgeräusche, verschiedene Laute und Sprache wahrzunehmen und zu erkennen.

 

  • Nachsorge von Patienten mit implantierbaren Hörgeräten