Schwerpunkte und Leistungen

Schmerztagesklinik

Im September 2007 wurde die Interdisziplinäre Schmerztagesklinik am Klinikum Augsburg eröffnet.
Dort betreut ein schmerztherapeutisch qualifiziertes Team Patienten, die an chronischen Schmerzen leiden, aus folgenden Disziplinen (Spezielle Schmerztherapie, Klinische Psychologie, Konzentrative Bewegungstherapie (KBT), Medizinische Trainingstherapie, Physiotherapie, Biofeedback, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Patientenservice).

Nach telefonischer Anmeldung erhalten Patienten zunächst per Post einen Fragebogen, der vom Patienten selbst vollständig ausgefüllt und mit allen schmerzbezogenen Unterlagen der bisher behandelnden Ärzte zurückgesandt wird. Bereits vor dem ersten Vorstellungstermin erfolgt deren sorgfältige Auswertung.

Beim Ersttermin wird jeder Patient ausführlich untersucht bzw. exploriert. Danach erstellt das Team im Rahmen einer Konferenz einen individuellen Behandlungsplan nach dem Konzept der sog. multimodalen Schmerzbehandlung und schlägt diesen dem Patienten vor. Das Behandlungsprogramm beinhaltet Gruppen- und Einzeltherapie.

Medizinische Behandlung

Psychologische Behandlung und Konzentrative Bewegungstherapie

Krankengymnastik und Physiotherapie mit Selbstanleitung

Multimodale Schmerzbehandlungsprogramme

Während der multimodalen tagesklinischen Schmerzbehandlung finden regelmäßig Teamkonferenzen statt, um die Betreuung zu optimieren und den Therapiefortschritt zu gewährleisten. Alle Teammitglieder begleiten den Patienten. Dieser soll erkennen und verstehen, dass er im Mittelpunkt steht, auch im Mittelpunkt der Selbsthilfe.

Der Patient sollte lernen, dass multimodale Behandlung von chronischem Schmerz selten zu Schmerzfreiheit führt, sondern zu Schmerzlinderung auf ein Maß, das die Lebensqualität, vor allem aber die körperliche Funktionsfähigkeit und das seelische Wohlbefinden nicht mehr wesentlich beeinträchtigen kann.

Mehrwöchige ganztägige Programme

Alltags- bzw. berufsbegleitende Programme

Behandlungsziele

  • Sicherung der Schmerzdiagnose
  • Linderung der chronischen Schmerzen 
  • Optimierung der Schmerzmedikation
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Vermittlung eines angemessenen Verständnisses der chronischen Schmerzkrankheit
  • Abbau von fehlerhafter Anpassung an die chronische Schmerzkrankheit (Krankheitsverhalten)
  • Abbau von Angst und Depression als Schmerzverstärker
  • Kontrolle und Abbau von Hilflosigkeit bei Schmerzattacken
  • Positive Veränderung von Erleben und Wahrnehmung des Schmerzes
  • Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Übertragung der Trainingserfolge in das Alltagsleben
  • Förderung von Aktivität und sozialer Integration
  • Wiedereingliederung in das Berufsleben
  • Abklärung der Indikation für eine invasive Schmerzbehandlung
  • Vermeidung unnötiger Untersuchungen, Operationen und andere invasive Maßnahmen
  • Prävention weiterer Chronifizierung
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