Schwerpunkte und Leistungen

Operative Intensivmedizin

Neben der Anästhesie (Narkose) stellt die Intensivmedizin eine wichtige Säule des Fachgebietes der Anästhesiologie dar.

Die operative Intensivstation steht unter anästhesiologischer Leitung. Auf fünf Stationen werden zu jeder Tages- und Nachtzeit pro Jahr ca. 5000 Patienten versorgt. Die operative Intensivstation des Klinikums Augsburg ist eine der größten ihrer Art in Deutschland. Lesen Sie hier mehr zur Organisation unserer Stationen.

Die Stationen sind keinen bestimmten chirurgischen Kliniken zugeordnet; es erfolgt eine professionelle, interdisziplinäre Versorgung der Patienten, bei der die Chirurgie eine mitbehandelnde Rolle übernimmt. Einen Überblick über unsere therapeutischen und diagnostischen Möglichkeiten finden Sie hier.

Wenn Sie als Angehörige wissen möchten, wie Sie uns am besten erreichen können, haben wir auf folgenden Seiten alle wichtigen Informationen zusammengefasst.

Schwerpunkte

Zu versorgen sind Patienten aller 14 operativen Disziplinen. Da im Klinikum Augsburg etwa 1300 Patienten im Jahr am offenen Herzen operiert werden, ist ein Schwerpunkt unserer Klinik die postoperative Versorgung von herzchirurgischen Patienten.

Eine zweite große Gruppe sind Patienten mit neurochirurgisch-intensivmedizinischen Problemen (intrakranielle Blutungen, traumatische Hirnverletzung, Hirntumoren, komplexen Wirbelsäulenoperationen).

Als Traumazentrum mit Hubschrauberstandort des Regierungsbezirk Schwaben gehört die Versorgung von polytraumatisierten Patienten ebenfalls zu unseren Aufgaben.

Alle fünf Intensivstationen nehmen Patienten aller Fachrichtungen auf. Aufgrund der hohen Anzahl an zu behandelnden Patienten ergibt sich die Möglichkeit, an mulitzentrischen Studien und Forschungsprojekten mitzuwirken.

Diagnostik und Therapie

Zur Diagnostik, Therapie und Behandlung haben wir auf die ganze Bandbreite intensivtherapeutischer Möglichkeiten Zugriff. Hier finden Sie eine Auswahl:

  • Hämodynamisches Monitoring
    Die Patienten auf der Intensivstation können umfangreich invasiv, aber auch nicht invasiv überwacht werden.
    Für das hämodynamische Monitoring werden das PiCCO-System und der Swan-Ganz-Katheter eingesetzt.
  • Echokardiograpie
    Es besteht die Möglichkeit sowohl der transthorakalen als auch der transösophagealen Echokardiograpie - auch als 3D-Echo.
  • Herzunterstützende Systeme
    Ein Teil der Patienten mit Operationen am offenen Herzen benötigen ein herzunterstützendes System (IABP, veno-arterielle ECMO, veno-venöse ECMO, Linksherzassist - Heartmate II), sodass auch auf diesem Gebiet der Intensivmedizin eine Ausbildung möglich ist.
  • Beatmung
    Alle assistierten (inklusive neural getriggerter Atemunterstützung - NAVA) und kontrollierten Beatmungsverfahren kommen zur Anwendung (EVITA, SERVO-i). Für Patienten mit einem ARDS kann die Beatmung mittels Impedanztomographie optimiert werden.
  • Tracheotomie
    Bei langzeitbeatmeten Patienten führen wir eine Dilatationstracheotomie durch.
  • Nierenersatztherapie
    Bei Patienten mit akuter Nierenfunktionsstörung kommen extrakorporale Nierenersatzverfahren zur Anwendung (CVVHF, CVVHDF).

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen über die Intensivmedizin finden Sie unter www.zurueck-ins-leben.de.

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