Refluxchirurgie und Thorax-Magen

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Die gastroösophageale Refluxkrankheit ist die häufigste Erkrankung des oberen Gastrointestinaltraktes der westlichen Bevölkerung. Bis zu 40% der Menschen leiden einmal im Monat, 14% mindestens einmal wöchentlich und 7% täglich an Refluxbeschwerden.
Sodbrennen wird häufig als belanglose Volkskrankheit betrachtet, die Lebensqualität von Refluxpatienten kann jedoch erheblich beeinträchtigt sein.
Zusätzlich wird eine Zunahme von Speiseröhrenkrebs beobachtet, einer möglichen, wenn auch seltenen Folgeerscheinung der Refluxkrankheit.
Um Ihre Erkrankung exakt zu diagnostizieren und zu behandeln, steht Ihnen in spezialisierten Sprechstunden ein interdisziplinäres Behandlungsteam aus Internisten und Chirurgen zur Verfügung.

Im Namen des gesamten Teams
Oberarzt Dr. med. Bernd Geißler

 

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Gastrointestinaler Lebensqualitätsindex

Mit dem Fragebogen "Gastrointestinaler Lebensqualitätsindex" können Sie Ihre gastrointestinale Lebensqualität bestimmen. Den Test finden Sie hier.

Konservative Therapie

Allgemeine Empfehlungen bei Sodbrennen

Medikamentöse Therapie

Endoskopische Therapie

Operative Therapie

Wer profitiert von einer OP?

Operationsverfahren

Nach der Operation

„Upside-down-Magen“ bzw. „Thorax-Magen“

Neben Refluxpatienten werden auch Patienten mit upside-down-Magen bzw. Thorax-Magen behandelt. Bei dieser Erkrankung kommt es durch einen großen Zwerchfellbruch zu einem teilweisen oder kompletten Hochgleiten des Magens in die Brusthöhle. Dies ist häufig begleitet von Herz-/Kreislaufbeschwerden, Atemnot, Völlegefühl und Blutarmut.

Hier stehen sehr erfolgreiche operative Therapieoptionen in minimal-invasiver Technik zur Verfügung. Abhängig von Herniengröße und Beschaffenheit der Zwerchfellschenkel werden zur Gewebsverstärkung leichtgewichtige Kunststoffnetze am Hiatus implantiert.

Obwohl das Krankheitsbild relativ selten ist, konnten wir von 2003 bis 12/2016 insgesamt 359 Patienten mit upside-down-Magen aus einem überregionalen Einzugsgebiet erfolgreich behandeln, davon weit über 90% mit der „Schlüsselloch-Methode“.

Zur Qualitätssicherung werden die Patienten nach bestimmten Zeitabständen nachuntersucht und die Ergebnisse in medizinischen Fachzeitschriften publiziert: z.B.
[Geissler B, Probst A, Anthuber M (2010) Chirurgische Therapie der paraösophagealen Hernien, Chir. Praxis 72: 239-248]
[Geissler B, Birk E, Anthuber M (2015) Erfahrungen aus 12 Jahren chirurgischer Versorgung von 286 paraösophagealen Hernien. Der Chirurg 87:233-40. DOI: http://link.springer.com]

Ergebnisse und Erfahrungen im Klinikum Augsburg

Jahr

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

Anzahl laparoskopischer Operationen am Hiatus ösophageus

37

44

38

64

55

59

69

76

65

69

74

77

Im Rahmen einer Studie wurden in den vergangenen Jahren 320 unserer Patienten untersucht. Dabei wurde vor und nach einer Fundoplicatio Manometrie, pH-Metrie und Lebensqualität bestimmt und verglichen.
Dies sind die Ergebnisse:

Die vor der Operation erniedrigte (rot) Kraft des unteren Speiseröhrenschließmuskels liegt postoperativ im Normalbereich (grün).
Bei der Säuremessung mittels pH-Metrie normalisieren sich die krankhaft erhöhten (rot) Werte postoperativ und nach 2 Jahren vollständig (grün).
Die deutlich erniedrigte (rot) gastrointestinale Lebensqualität erreicht postoperativ (grün) wieder die Werte der Normalbevölkerung.
In großen internationalen Studien zeigten sich über 90% der Patienten mit dem Ergebnis der laparoskopischen Fundoplikatio zufrieden.
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