Medizinische Physik
und Strahlenschutz

Die Stabsstelle „Medizinische Physik und Strahlenschutz“ ist zuständig für die Sicherheit und den Schutz der Patienten und Mitarbeiter im Umgang mit ionisierender Strahlung.

Diese Strahlung entsteht durch den Betrieb von Röntgeneinrichtungen, Linearbeschleunigern und durch die Anwendung radioaktiver Stoffe in Diagnostik und Therapie. Die Mitarbeiter der Stabsstelle berechnen die exakte und wirksamste Dosis an Strahlung, die für die Behandlung eines Patienten notwendig ist. Dabei arbeiten sie nicht nur eng mit den Ärzten der Klinik für Nuklearmedizin oder der Strahlenheilkunde sowie der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie zusammen, sondern auch mit allen Bereichen, in denen ionisierende Strahlung angewendet wird.

Sie tragen auch die Verantwortung für alle technischen Aspekte der Strahlenanwendung und den Strahlenschutz von Patienten und Mitarbeitern. Neben der Verbesserung der technischen Verfahren im klinischen Routinebetrieb unterstützt die Stabsstelle Ärzte und weitere Mitarbeiter beim sorgfältigen und sicheren Umgang mit den Strahlen. Zu einem wirksamen Strahlenschutz zählt der Einsatz von Abschirmungen genauso wie der Einsatz von Messeinrichtungen, sogenannten Dosimetern, die die Einwirkung der Strahlen auf den Mitarbeiter über die Zeit hinweg messen. Auch die Umsetzung und Überprüfung von gesetzlicher Richtlinien und Vorgaben ist Teil der Arbeit und tragen zur Qualitätssicherung bei.

Strahlenschutz

Allgemeine Organisation

  • Personendosimetrie und Überwachung von beruflich strahlenexponierten Mitarbeitern (ca. 520 Mitarbeiter am Klinikum Augsburg)
  • Umsetzung gesetzlicher Vorschriften, Genehmigungsverfahren sowie Kommunikation mit den Überwachungsbehörden (Landesamt für Umweltschutz; Gewerbeaufsichtsamt)
  • Ausarbeitung von Strahlenschutzanweisungen
  • Festlegung von Strahlenschutzbereichen
  • Erstellung von Strahlenschutzplänen zum baulichen Strahlenschutz von Neuanlagen
  • Mitwirkung bei der Beschaffung von Neugeräten und Anlagen inkl. Mitwirkung bei der Erstellung von Ausschreibungsunterlagen
  • Mitwirkung bei der Entwicklung, Bereitstellung und Umsetzung neuer Untersuchungs- und Behandlungsverfahren
  • Beratung von Mitarbeitern und Patienten in Strahlenschutzfragen
  • Berechnung von Organdosen (z.B. Uterusdosis) bei externer und interner Strahlenexposition - inkl. Abschätzung des Strahlenrisikos (Schwangerschaftsgutachten)
  • Beratung bei der Einrichtung von Informations- und Archivsystemen

Lehr- und Ausbildungstätigkeiten

  • Strahlenschutzkurse und Strahlenschutzunterweisungen für Ärzte und medizinisches Personal nach Röntgenverordnung (§36) und Strahlenschutzverordnung (§38)
  • Mitwirkung bei der Ausbildung von Pflegekräften und Physiotherapeuten an den angeschlossenen Berufsfachschulen

Nuklearmedizin

Routine:

  • Qualitätssicherung nach Vorgabe der Bayerischen Landesärztekammer
  • Radioiodtherapie
  • Abklingen, Freigabe und Entsorgung radioaktiver Abfälle

Innovationen:

  • SLN-Diagnostik; Gammasonden
  • Re-188-PTA
  • Re-188 Hauttumortherapie
  • J-125 Augentumore
  • Radiochemie

Röntgendiagnostik

  • Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben (Röntgenverordnung und Richtlinien)
  • Durchführung vorgeschriebener Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Radiologie
  • Veranlassung von strahlenschutztechnischen Sicherheitsmaßnahmen
  • Überwachung und Planung von baulichen Strahlenschutzmaßnahmen
  • Beschaffung, Bereitstellung und Überprüfung von Strahlenschutzzubehör
  • Vertretung des Klinikum Augsburg gegenüber den Aufsichtsbehörden, Sachverständigen und Ärztlichen Stellen
  • Optimierung der Bildqualität von Röntgeneinrichtungen bei Reduzierung der Strahlenbelastung (ALARA)
  • Unterstützung bei Beschaffung von Röntgeneinrichtungen (Ausschreibungen nach Vol/A)
  • Unterstützung bei Planung, Implementierung und Anbindung von digitalen Archivierungs¬systemen (PACS)

Strahlentherapie

  • Optimierung der Strahlenanwendung hinsichtlich Zielvolumenerfassung unter maximaler Schonung von Organen und Risikostrukturen
  • Bereitstellung der für die Bestrahlungsplanung notwendigen physikalischen Daten
  • Optimierung und Überwachung der Konstanz bei anspruchsvollen Techniken, wie IMRT (Intensitätsmodulierte Strahlentherapie), IGRT (Bildgestützte Strahlentherapie), IORT (Intraoperative Brustbestrahlung), Stereotaxie, Brachytherapie und Ganzkörperbestrahlung
  • Beratung beim klinischen Einsatz von Geräten und Vorrichtungen
  • Mitwirkung und Entwicklung von Hilfsmitteln für individuelle Untersuchungs- und Behandlungsverfahren
  • Einhalten der geforderten Strahlenschutzmaßnahmen gemäß Strahlenschutzverordnung (StrSchV)
  • Wahrnehmung der Aufgaben und Einhaltung der Anforderungen aus dem Medizinproduktegesetz (MPG)
  • Optimierung der Arbeitsabläufe
  • Ausarbeiten und Pflege eines Qualitäts-Management-Systems

Strahlenschutzkurse

In regelmäßigen Abständen werden Strahlenschutzkurse für Mitarbeiter des Hauses sowie für externe Gäste (Ärzte, Medizinisch-technischen Radiologie-Assistenten/Assistentinnen (MTRA), Medizinphysik-Experten, Tiermediziner, Tiermedizinische Fachangestellte) angeboten.

Eine Übersicht der aktuellen Kurse finden Sie hier.

Leitung

Jürgen Kopp

Leitung

 

Sekretariat

Telefon: 0821 400-4327 oder 4377

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