Pressemitteilungen des Klinikums Augsburg (Archiv)
12.11.2009Holz aus den Westlichen Wäldern macht dem Klinikum Augsburg DampfMinister Söder bei Eröffnung der neuen Dampferzeugungs-Anlage – Senkung der Energiekosten und mehr Schutz für die UmweltIn Anwesenheit des bayerischen Umwelt- und Gesundheitsministers Dr. Markus Söder nimmt das Klinikum Augsburg am Donnerstag, 12. November, eine hochmoderne Dampferzeugungs-Anlage in Betrieb, die kostengünstig und umweltschonend mit Holzhackschnitzeln betrieben wird – z.B. aus der Forstwirtschaft in den nahe gelegenen Westlichen Wäldern. Über Einsparungen bei den Energiekosten finanziert sich die Anlage praktisch selbst.
Die neue Kesselanlage zur Produktion von Wasserdampf, erklärte dazu Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender Martin Sailer, sei ein Paradebeispiel dafür, wie das Klinikum etwas Neues schaffe, dabei seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt gerecht werde und zudem noch erhebliche Summen einspare. Holzhackschnitzel seien ein preisgünstiger und umweltschonender Energieträger, um Prozessdampf für Wäscherei, Zentralsterilisation und Küche des Klinikums zu erzeugen.
Der nachwachsende Energieträger Holz spart 1500 kW Erdgas, ausreichend für die Heizung und Warmwasserversorgung von etwa 150 Einfamilienhäusern. Zusammen mit anderen Maßnahmen gibt die gesamte Energieerzeugung des Klinikums jetzt pro Jahr 17.500 Tonnen CO2 weniger an die Umwelt ab als mit den bisher eingesetzten Anlagen. So werden zwei weitere, früher mit Heizöl betriebene Dampfkessel jetzt mit Erdgas beheizt und das Klinikum über Fernwärmenetz geheizt.
Das innovative Kesselsystem der neuen Anlage verfügt über eine ausgeklügelte Feuerungs- und Abgasreinigungstechnik. Sie sorgt dafür, dass die Energie der Holzhackschnitzel optimal genutzt und Grob- wie Feinstaub – herausgefiltert werden.
Der Holzschnitzel-Dampferzeuger wurde im Rahmen eines so genannten Energy Contracting gebaut, in dem das Klinikum und die Firma Hochtief Facility Management Energy eine Zusammenarbeit zur optimalen Energienutzung vereinbart haben. Auf der Basis der Preise von 2006 soll eine Reduzierung der Energiekosten von 2,6 Millionen Euro jährlich erzielt werden.
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