Pressemitteilungen des Klinikums Augsburg (Archiv)


23.09.2010

Der ältere Patient im Blickpunkt der Ärzte

Symposium des Chirurgischen Zentrums befasst sich mit Medizin der Zukunft

Über 130 Ärzte und Pflegekräfte aus der Region haben sich am 22. September mit den Herausforderungen des demographischen Wandels und der älter werdenden Gesellschaft beschäftigt. Das Chirurgische Zentrum unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Anthuber hatte zum 6. Jahressymposium eingeladen und die älteren Menschen mit ihren besonderen Anforderungen an die Medizin in Mittelpunkt der Diskussion gerückt. „Wir müssen handeln", betonte der Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirugie, „denn schon 2050 werden wir mehr als drei mal so viele über 80-Jährige haben als heute." Neben einer soliden Finanzierung des Gesundheitswesens ist vor allem „eine fachliche und menschlich zugewandte Ausbildung" von Mediziner und Pflegekräften notwendig, um gerade älteren Patienten eine optimale Behandlung zu gewährleisten. Denn insbesondere die vielfältigen Begleiterkrankungen wie Diabetes oder auch Demenz stellen Chirurgen in der Therapie ihrer Patienten vor Herausforderungen.

Der stellvertretende Landrat und Klinikum-Verwaltungsratmitglied Johannes Häusler sprach sich ebenso dafür aus, dass „Menschen mit Berufung für die Berufe der Medizin gewonnen werden müssen" und betonte, dass am Klinikum Augsburg der interdisziplinäre Ansatz in der Behandlung schon heute eine große Rolle spiele. Zugleich wollen die Mitarbeiter des Krankenhauses „Zuwendung und Geborgenheit nicht nur vermitteln, sondern spürbar machen", wie Klinikum-Vorstand Alexander Schmidtke erklärte. „Man spürt die Menschlichkeit, und dabei spielt neben Ärzten und Pflegekräften auch die Seelsorge eine große Rolle". Das Klinikum Augsburg bereitet sich gerade nicht nur auf die älteren Patienten, deren Zahl in der Region stark steigen wird, vor, sondern „wir denken heute schon an die Medizin von morgen", so Schmidtke. Gerade bei Masterplan geht es nicht um die Übertragung von Strukturen des Status-Quo, sondern die Planungen werden am demographischen Soll-Zustand ausgerichtet.

Dementsprechend war das Symposium mit seinen Vorträgen von Ärzten und Pflege-Experten zu den vielfältigen Themenfeldern wie Geriatrie, Besonderheiten in der Behandlung älterer Patienten, der VITA-Station am Klinikum Augsburg, Organspende und -transplantation, Viszeral- und Gefäßchirurgie ein wichtiger Impuls für niedergelassene Ärzte aus der ganzen Region. „Wir wollen in den nächsten Jahren im Hinblick auf die Versorgung hochbetagter Patienten Weiterentwicklungen vorantreiben und rechnen daher auch mit der Unterstützung durch die niedergelassenen Ärzte und anderer stationärer Einrichtungen", erklärt Prof. Dr. Matthias Anthuber. Ein Zeichen der Kooperation setzte auch Dr. Albert Geiselbrecht mit seinem Vortrag über das Thema „Geriatrie - eine Erfolgsgeschichte". Zwischen dem Chefarzt der Geriatrischen Rehabilitationsklinik der Augsburger Hessing Stiftung und dem Klinikum besteht in der Behandlung älterer Patienten eine sehr enge Vernetzung.

 


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