Gesundheitskolumne

Jeden zweiten Sonntag informieren unsere Chefärzte in der neuen Gesundheitskolumne über aktuelle Tipps und Trends aus der Medizin:


04.12.2011

Transplantationsmedizin

1954 wurde erstmals eine Niere erfolgreich transplantiert. Sämtliche Versuche zuvor scheiterten daran, dass das transplantierte Organ abgestoßen wurde.

Priv.-Doz. Dr. Horst Weihprecht
Ltd. Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Horst Weihprecht, Leiter Funktionsbereich Nephrologie und Transplantationsmedizin, II. Medizinische Klinik
Die Forschung konzentrierte sich darauf, welche immunologischen Abläufe für eine Organabstoßung verantwortlich sind und wie die Abwehrreaktion des Körpers durch Medikamente (Immunsuppressiva) behandelt werden kann. Dennoch waren die Erfolgsraten bis in die 70er Jahre noch unbefriedigend, denn nur ca. 30% der transplantierten Nieren arbeiteten fünf Jahre nach der Transplantation noch ausreichend. Mit den heutigen Immunsuppressiva lassen sich weitaus bessere Ergebnisse erzielen (Funktion nach fünf Jahren bei ca. 70% der Nieren, nach Lebendspende bei über 85%). Eine Reihe unterschiedlicher Immunsuppressiva steht aktuell zur Verfügung. Gezielt eingesetzt erreichen sie eine bessere Wirkung, bei zugleich weniger Nebenwirkungen. Aufgrund der Hemmung der körpereigenen Abwehr ist z.B. das Infektionsrisiko auch heute noch erhöht, doch das Tragen eines Mundschutzes gehört der Vergangenheit an.

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II. Medizinische Klinik

Weitere Informationen im Video zum 10-jährigen Jubiläum des Transplantationszentrums am Klinikum Augsburg


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