27.07.2010
Klinikum Augsburg: heute und morgenWo steht das Klinikum Augsburg heute, und wo geht es in Zukunft hin? Dieser Frage stellte sich Klinikumsvorstand Alexander Schmidtke und MdB Dr. Christian Ruck in einer Veranstaltung des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises der CSU. Die zahlreichen Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft folgten den ausführlichen und äußerst interessanten Ausführungen zur derzeitigen Situation des Großkrankenhauses, die eine lebhafte Diskussion auslöste. Verweildauer, Bettenauslastung, Patientenauslastung und Arbeitsverdichtung sind nur einige der Themen, die in Zukunft zum Umdenken zwingen. „Das Klinikum muss moderner und effizienter werden. Strukturen müssen sich am Patienten ausrichten. Menschlichkeit und Geborgenheit werden zukünftig vermehrt im Mittelpunkt unseres Tun und Handelns stehen", so Schmidtke. Dazu gehört auch eine gewisse Transparenz der Finanzströme. Schmidtke demonstrierte klar und deutlich, wie ernst es ihm ist, das angeschlagene Klinikum in ein gesundes Unternehmen zu verwandeln. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die Entwicklung eines Masterplans für die nächsten zehn Jahre. Inhalte, Strukturen, personelle und bauliche Entscheidungen werden sich in dieses Gesamtkonzept einfügen. Hier die wichtigsten Maßnahmen in Kürze: 1. Bauabschnitt: Schwäbischen Mutter-Kind-Zentrums Augsburg: In vollem Gange ist die Planung für den Neubau der Kinderklinik, in die auch die Geburtsabteilung und die Familienstation integriert werden sollen. Der planmäßige Baubeginn ist im Frühjahr 2011. 2. Bauabschnitt: Sanierung des Zentral OPs: Derzeit läuft der Innenausbau von sechs neuen Operationssälen, die über der Eingangshalle und dem Verwaltungstrakt errichtet werden. Sie werden voraussichtlich im kommenden Frühjahr fertig gestellt. Anschließend folgt die Totalsanierung der bestehenden Operationsabteilung. Voraussichtliche Fertigstellung ist im Jahre 2013/14. 3. Grundsanierung des Bettenhauses, die eventuell den Bau eines Ausweichgebäudes mit sich bringt. In den 30 Jahren seit Inbetriebnahme des Klinikums haben sich viele gesetzliche Anforderungen geändert, zudem hat die Medizintechnik enorme Fortschritte gemacht, was wiederum vermehrt zu weiteren Investitionen in diesem Bereich führt.
„Kommt die Uniklinik?", war natürlich eine Frage, die den Diskussionsteilnehmern unter den Nägeln brannte. Auch in diesem Punkt konnten Schmidtke und Ruck positive Signale setzen. „Den Weg zur Uniklinik haben wir mit den vier medizinischen Lehrstühlen beschritten", bestätigte Ruck. Ziel sei es nun, möglichst schnell 400-500 Studenten nach Augsburg zu ziehen, so dass die Lehrstühle keine Randerscheinungen bleiben. Dann steht die Gründung der Klinischen Fakultät im Vordergrund. Zweifelsohne seien auch in diesem Projekt Investitionen zu schultern, doch die Zielrichtung ist klar: Wir fangen jetzt mal an!
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