02.06.2010
Ärztestreik am Klinikum AugsburgDie Auswirkungen des Ärztestreiks am Klinikum Augsburg werden gravierender. Aufgrund der Leistungsreduktion wurde nun eine komplette Station im Bereich der Gynäkologie geschlossen. Qualitativ hat dies auf die Patientenversorgung keine Auswirkungen. Alle Patienten werden medizinisch und pflegerisch in fachlich kompetenten Einheiten weiter betreut. Die Geburtshilfe ist vom Streik ausgenommen und auch die Notfallversorgung der gynäkologischen Patientinnen ist sichergestellt.
Die Stationsschließung ist der Versuch des Klinikums, die immensen wirtschaftlichen Einbußen der Leistungsausfälle einzudämmen. Derzeit streiken noch ca. 60 Ärzte. Insbesondere die operativen Fächer sind hiervon betroffen, die Auslastung der OP-Säle liegt nur bei 50 %. Außerdem wurden weniger Patienten aufgenommen, so dass nur Notfälle und Patienten, die nicht verlegt werden können, im Klinikum stationär behandelt werden. Die Gesamtzahl der Patienten ist somit geringer. Aus diesem Grund versucht man, die Organisationseinheiten zusammenzulegen und somit die Kosten zu reduzieren. Pflegepersonal und Mitarbeiter im Funktionsdienst beispielsweise der Anästhesie und im OP werden gebeten, Überstunden abzubauen und Urlaub zu nehmen.
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