Historie
Über 150 Jahre Dienst am Menschen
Die Wurzeln des Klinikums reichen rund 150 Jahre zurück. Im Jahr 1852 vermachte der Rotgerber Georg Henle seiner Vaterstadt Augsburg testamentarisch 100 000 Gulden unter der Bedingung, dass sie für die Pflege der katholischen Kranken durch die Barmherzigen Schwestern verwendet würden. Trotz der Bedenken wegen einer Gefährdung des religiösen Friedens wurde mit dem Geld das damalige Hauptkrankenhaus in der Jakober Vorstadt gebaut und 1859 in Betrieb genommen. Es wurde erst 1982 nach dem Umzug ins Zentralklinikum aufgegeben.
Neue Häuser
Doch bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts reichte das Bettenangebot bei weitem nicht mehr aus und der Rat der Stadt dachte an einen Neubau im westlichen Umfeld der Innenstadt. Doch erst, als nach dem Ende des 2. Weltkriegs die Zahl der Krankenhausbetten absolut nicht mehr ausreichte, konnte dank des Entgegenkommens der damaligen amerikanischen Militärregierung in Teilen der Flakkaserne das Westkrankenhaus eingerichtet werden. In der ehemaligen Schillerschule in Lechhausen enstand das Ostkrankenhaus. Während dort vorwiegend Kriegsverletzte und Patienten mit ansteckenden Infektionen behandelt wurden, waren im Westkrankenhaus die inneren Kliniken und die Hautklinik angesiedelt.
Ein großer Plan
Im Juli 1958 fasste der Augsburger Stadtrat den Beschluß, auf dem Gelände des Kobelfeldes eine zentrale Krankenhausanlage zu errichten. Bereits im Dezember 1965 konnte als erster Bauabschnitt die heutige Klinik für Kinder und Jugendliche eingeweiht werden. Im Jahr 1969 unterzeichneten dann Stadt und Landkreis die Satzung zur Bildung des Krankenhauszweckverbandes Augsburg. Seine erste große Aufgabe war der Bau des Zentralklinikums mit Platz für 1600 Betten in 24 Kliniken und Instituten, den Ambulanzen, einer Notaufnahme, dem Versorgungs- und Technikbereich sowie der Verwaltung. Die Gesamtkosten für Grunderwerb, Erschließung, Baukosten, medizinischer und technischer Einrichtung beliefen sich auf 660 Millionen Mark.
Neues Dach
Seit dem 1. Januar 2000 ist der Betrieb der Kliniken und Institute in die Rechtsform eines selbständigen Kommunalunternehmens übergegangen.



