Pressemitteilungen des Klinikums Augsburg
22.01.2010Klinikum Augsburg: Verbesserte Schlaganfallbehandlung mit neuem GerätHochmoderne Angiographie-Anlage wird in Betrieb genommen
Eine hochmoderne Angiographie-Anlage, die Blutgefäße zeitgleich zweidimensional und zusätzlich auch dreidimensional darstellen kann, nimmt die Klinik für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie des Klinikums Augsburg am 22. Januar in Betrieb. Das circa 1,5 Millionen Euro kostende System ermöglicht es den Ärzten, Schäden an Blutgefäßen mit höchster Präzision aufzuspüren und zu reparieren. Außerdem verfügt dieses System über ein Computertomographie (CT)-ähnliche Darstellung z.B. des Gehirns, so dass ohne zeitintensive Umlagerung der Patienten eine Gefäßdarstellung mittels Kathetern und ein CT an einem Gerät durchgeführt werden können. Damit steigen z.B. die Chancen von Patienten mit lebensbedrohlichen Gefäßkrankheiten deutlich, in der akuten Notsituation zu überleben. Die Präzision ermöglicht eine exaktere und schnellere Behandlung, so dass Folgeschäden reduziert werden können, erklärt dazu Neuroradiologie-Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Ansgar Berlis. Sein Team wird die Anlage überwiegend für die Notfalldiagnostik und Therapie, aber auch zur Vorbeugung des Schlaganfalls nutzen. Der Vorsitzende des Klinikum-Verwaltungsrates, Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, betonte bei der offiziellen Einweihung, „durch den Einsatz der Anlage steigen die Chancen spürbar, dass die Patienten überleben, seltener Rückfälle erleiden und weniger bleibende Schäden davontragen. Angesichts dramatisch steigender Fallzahlen beim Schlaganfall sind diese Vorteile nicht hoch genug einzuschätzen." Für das Schlaganfallzentrum Augsburg-Schwaben, so Klinikumsvorstand Alexander Schmidtke, bedeute die neue Angiographieanlage unbestreitbar eine enorme Verbesserung. Noch schneller und exakter als bisher könnten Diagnosen gestellt und Behandlungen eingeleitet werden, so Schmidtke. Foto v.l.n.r.: Prof. Dr. Klaus Bohndorf, PD Dr. Ansgar Berlis, Günter Lewentat Ldt. MTRA
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