Aktuelle Pressemitteilungen des Klinikums Augsburg
30.04.2012Band des Vertrauens und der SicherheitNeues Patientenarmband mit Ausweis-Funktion einAugsburg (rd) – Für alle stationären Patienten im Klinikum, Klinikum Augsburg Süd in Haunstetten sowie in der Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben wird ab dem 2. Mai ein persönliches Patientenarmband eingeführt. Dieses bietet den Patienten eine Ausweisfunktion in allen Situationen am Klinikum – von der Operation über die Blutzucker-Messung bis hin zur Medienausleihe in der Patientenbücherei – und ergänzt die bisherigen Aktivitäten für die Patientensicherheit. Video zum neuen PatientenarmbandEmpfehlung des Aktionsbündnisses PatientensicherheitDas Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. empfiehlt das Tragen von Patientenarmbändern. Der Verein unterstützte die Einführung bereits an vielen Krankenhäusern. „Auch wir wollen den Sicherheitsstandard weiter erhöhen“, so Klinikum-Vorstand Alexander Schmidtke. Alle stationären Patienten erhalten bei der Aufnahme das spezielle Kunststoffarmband. Ein wischfester Aufdruck mit Namen, Geburtsdatum sowie einer individuellen Nummer ersetzen den Personalausweis. Natürlich sind die Materialien des Armbands geprüft. Das international anerkannte Institut Hohenstein bestätigt, dass die verwendeten Stoffe gesundheitlich absolut unbedenklich sind: „Im Patientenarmband wurden keine Schadstoffe nachgewiesen.“ Konkret hat der Hersteller auf Weichmacher, zinnorganische Verbindungen, Schwermetalle, verbotene Farbstoffe oder Formaldehyde verzichtet. Beim neuen Armband handelt es sich um ein Medizinprodukt, an das hohe Ansprüche gestellt werden. Positive Rückmeldung der PatientenZudem gab es auch am Klinikum vor der Einführung eine ausführliche Testphase. Die Patienten konnten so ihre Rückmeldungen geben. Es wurden auch die jüngsten Patienten und ihre Eltern in der Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben um ihre Meinung gebeten. Neun von zehn Erwachsenen sind mit ihrem Armband zufrieden, so das Ergebnis. „Ich finde die Idee gut“ oder „tolle Sache“ hieß es. Einzelne kritische Rückmeldungen gab es von Kindern trotz Anpassung in Größe und Farbe. Sie wollten ihr Armband beispielsweise beim Spielen nicht tragen. Doch letztlich waren im Schnitt acht von zehn Kindern, Jugendlichen sowie ihre Eltern von der Sicherheit überzeugt. Vorteile des Armandes für Patienten
Die Vorteile sind sichtbar auf dem Armband und unsichtbar im aufgedruckten Barcode versteckt. Wenn Patienten sich künftig ein Buch oder eine DVD in der Patientenbücherei ausleihen möchten, können sie einfach wie im All-Inclusive-Urlaub mit ihrem Armband die Medien kostenlos nutzen. Eine zusätzliche Registrierung ist nicht notwendig. Auch eine Verbesserung für Mitarbeiter
Auch für die Ärzte und Pflegekräfte vereinfacht sich die Untersuchung der Patienten. Beim Blutzuckermessen – eine sehr häufige Tätigkeit – kann schnell der Barcode eingescannt werden. Die gemessenen Werte übermittelt das Gerät sicher in die Datenbank zur richtigen Patientenakte. „Das spart Zeit und schützt vor Übertragungsfehlern“, erklärt Wilhelms. Selbstverständlich sind auf dem Band selbst keine zusätzlichen Daten gespeichert, sodass der Datenschutz immer gewährleistet ist. Patientensicherheit ist dem Klinikum etwas wert
Übrigens: Das Klinikum lässt sich die Patientensicherheit etwas kosten. Für das neue Armband werden etwa 15.000 Euro allein in diesem Jahr eingesetzt. Zusätzlich wurden neue Spezialdrucker installiert und in die Klinik-Software eingebunden. „Wir sind aber davon überzeugt, dass jeder Euro gut investiert ist“, so Klinikum-Vorstand Alexander Schmidtke.
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„Die persönliche Sicherheit jedes einzelnen Patienten ist für uns das höchste Gut“, betont Pflegedirektor Johannes Wilhelms. Doch wer durch Krankheit geschwächt ist, braucht oft ein Stück mehr an Hilfestellung. Viele Patienten haben keinen Ausweis, wenn sie beispielsweise im Bistro oder in der Patientenbücherei sind. Passiert ein Notfall, wissen Ärzte und Pflegekräfte nicht, wer der Patient ist und zu welcher Station er gehört.