Aktuelle Pressemitteilungen des Klinikums Augsburg


12.03.2012

Ausgezeichnet für Kinder

Die Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben wurde genau unter die Lupe genommen und für die medizinische Versorgung von Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen prämiert

Augsburg / Berlin (rd) – Kranke Kinder gehören in gute Kinderkliniken, in Qualitäts-Kinderkliniken. Das wissen betroffene Eltern seit langem. Und es ist das Anliegen aller in der Kinder- und Jugendmedizin Tätigen, dass die hohe Qualität der stationären Behandlung in Deutschland noch weiter verbessert wird. Auch in diesem Jahr wurde die Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben am Klinikum Augsburg erneut prämiert und für die Jahre 2012 und 2013 ausgezeichnet. „Es freut uns sehr, dass wir nicht nur unsere jungen Patienten und ihre Familien überzeugen können, sondern dass auch die Fachgesellschaften die hohe Leistungsfähigkeit unserer zwei Kinderkliniken, der Kinderchirurgie und damit verbunden auch der Geburtshilfe unserer Frauenklinik anerkennen“, so Klinikum-Vorstand Alexander Schmidtke und der Medizinische Direktor des Klinikums, Priv.-Doz. Dr. Dirk Richter.

Die Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben trägt das Gütesiegel „Ausgezeichnet. FÜR KINDER“, das die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD), die Bundesarbeitsgemeinschaft Kind und Krankenhaus (BaKuK) und die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) 2009 entwickelt haben. „Seit 2009 können Eltern somit erstmals selbst prüfen, ob es in ihrem Umfeld eine Qualitäts-Kinderklinik gibt“, betont Kinderklinik-Sprecher Dr. Tobias Schuster. Alle zwei Jahre müssen sich die Kliniken einer erneuten intensiven Prüfung unterziehen. Durch die regelmäßige Neubewertung der Strukturkriterien soll eine stetige Verbesserung der stationären Versorgung in Kinderkliniken unterstützt werden

„Das Interesse der Kinderkliniken, ihr Engagement zur Qualitätssicherung der stationären Versorgung von kranken Kindern und Jugendlichen unter Beweis zu stellen, indem sie sich freiwillig selbst verpflichten, den garantierten Qualitätsstandard zu erreichen und zu erhalten, ist ausgesprochen hoch“, stellen Jochen Scheel (Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V.), Prof. Dr. Werner Andler (Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Kind und Krankenhaus), Prof. Dr. Dominik Schneider (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V.) und Prof. Dr. Frank Höpner (Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie) fest. Sie sind Mitglieder der Bewertungskommission. Mehr als 160 von insgesamt 360 Kinderkliniken in Deutschland unterzogen sich bis Ende 2011 für die Bereiche Kinder- und Jugendmedizin bzw. Kinderchirurgie bereits der erneuten Prüfung.

 

Ein "ausgezeichnetes Team" in der Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben mit stolzen Chefärzten: In der ersten Reihe mit den Urkunden in der Hand freuen sich Prof. Dr. Gernot Buheitel (II. Klinik für Kinder und Jugendlich), Dr. Tobias Schuster (Kinderchirurgie) und Prof. Dr. Dr. Michael C. Frühwald (I. Klinik für Kinder und Jugendliche), die gemeinsam mit einem kleinen Teil aller Ärzten, Pflegenden und weiteren Therapeuten sowie Mitarbeitern für eine optimale Versorgung von Kindern und Jugendlichen sorgen.

Foto (Bildnachweis: Klinikum Augsburg / Jörg Roehring):
Ein "ausgezeichnetes Team" in der Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben mit stolzen Chefärzten: In der ersten Reihe mit den Urkunden in der Hand freuen sich Prof. Dr. Gernot Buheitel (II. Klinik für Kinder und Jugendlich), Dr. Tobias Schuster (Kinderchirurgie) und Prof. Dr. Dr. Michael C. Frühwald (I. Klinik für Kinder und Jugendliche), die gemeinsam mit einem kleinen Teil aller Ärzten, Pflegenden und weiteren Therapeuten sowie Mitarbeitern für eine optimale Versorgung von Kindern und Jugendlichen sorgen.

 

Was sind die entscheidenden Kriterien?

Eine Grundvoraussetzung für das Siegel ist vor allem, dass die Kliniken ausnahmslos alle Standards für die multiprofessionelle und interdisziplinäre Versorgung erfüllen. Dieses umfasst nicht nur die kontinuierliche €ärztliche und fachärztliche Besetzung und das speziell qualifizierte Pflegeteam, sondern auch die weiteren Angebote z.B. aus dem pädagogischen und medizinisch- therapeutischen Bereich.
Die ausgezeichneten Kliniken müssen zeigen, dass sie nicht nur eine gute Basisversorgung anbieten, sondern auch Netzwerke aufgebaut haben, die eine gute Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen und schwerwiegenden Krankheitsbildern ermöglichen. Die ausgezeichneten Kinderkliniken müssen eindeutig darlegen, dass sie kinder- und familienorientiert ausgerichtet sind. Dies zeigt sich an Besuchsregelungen und dem Angebot einer kostenlosen Mitaufnahme eines Elternteils bei Säuglingen und Kleinkindern.

Was hat sich in der 2. Bewertungsrunde verändert?

Die Kriterien wurden gegenüber der Bewertung 2009 weiter präzisiert. Wie auch schon in 2009 wurden bei der Überprüfung die Angaben aus der Selbstauskunft mit Daten aus dem Internet verglichen, die Kennzahlen mit deutschlandweiten Standards korreliert, die Daten teilweise telefonisch überprüft oder es wurden ergänzend Unterlagen, wie Dienstpläne zur Überprüfung der gemachten Angaben eingefordert.

Ein wichtiges Kriterium ist, dass Kinder nicht alleine in der Klinik sein müssen. So müssen alle Kinderkliniken darlegen, bis zu welchem Alter des Kindes eine Begleitperson kostenlos mit aufgenommen wird. Dieses und andere Kriterien wurden anhand der Kennzahlen 2010 überprüft. Darüber hinaus wurde auch überprüft, ob sämtliche Punkte der EACH-Charta, wie zum Beispiel räumliche Gestaltung oder Sicherheitskriterien, erfüllt wurden. Ein anderes Beispiel ist die Qualifikation im Pflegedienst. 2009 wurde abgefragt, ob die Pflege der Kinder und Jugendlichen durch examinierte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegekräfte erfolgt. Diesmal hat sich die Kommission genaue Zahlen geben lassen. In Einzelfällen wurden die Dienstpläne eines halben Jahres überprüft. In der aktuellen Bewertungsrunde für das Gütesiegel 2012 – 2013 wurden zusätzlich Kliniken vor Ort besucht, wenn Fragen offen blieben. Die gute Nachricht: 143 von bisher 163 geprüften Einrichtungen erfüllen die geforderten Kriterien. Denn um als ‚Ausgezeichnet. FÜR KINDER‘ zu gelten, müssen ausnahmslos alle Strukturkriterien erfüllt sein. Es reicht nicht, wenn einzelne Punkte vor zwei Jahren erfüllt wurden. Sie müssen auch jetzt erfüllt werden. Und ein bisschen reicht auch nicht.


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