Pressemitteilungen des Klinikums Augsburg (Archiv)


04.04.2009

Einschätzung und Umgang mit dem Thema Schweinegrippe

Das Klinikum Augsburg ist als Haus der Maximalversorgung für den Ernstfall aufgestellt.

„Die Schweinegrippe hat zwar in Bayern noch keine bedrohlichen Ausmaße erreicht, aber das Klinikum Augsburg ist als Haus der Maximalversorgung für den Ernstfall aufgestellt", so kommentiert der Ärztliche Direktor Professor Dr. Arthur Wischnik die aktuelle Situation zum Thema der Infektionserkrankung.

In diesem Sinne hat er gemeinsam mit seinem Kollegen Professor Dr. Dr. Werner Ehret, dem für die Labordiagnostik zuständigen Chefarzt des Instituts für Labormedizin, Mikrobiologie und Umwelthygiene, in einer eigens zum Thema einberufenen Krisenbesprechung entsprechende Handlungsmaßnahmen aufstellen lassen.
Weitere Teilnehmer der „Task force" waren u.a. der Chefarzt der Notaufnahme PD Dr. Markus Wehler, Vertreter der Pflegedirektion, Infektionsstation, Kinderklinik, Personalarzt, Apotheke und Arbeitssicherheit. „Die aktuelle Anhebung auf die zweithöchste Pandemiealarmstufe 5 der WHO gilt für die weltweite Einschätzung der Erkrankung und ist angesichts des Übertragungsmodus unbedingt angezeigt, in Deutschland und speziell in Bayern können wir sicher von einem besseren Umgang und einer geringeren Gefährdung der Bevölkerung ausgehen", schätzt der Experte Professor Ehret die derzeitige Entwicklung ein und signalisiert die Wichtigkeit von wohl überlegten und zeitgerecht geplanten Handlungsmaßnahmen. - Spezielle Kriterien zur Eingrenzung eines Verdachtsfalles sind für die Patienten der Notaufnahme aufgestellt worden. Eine genaue Verfahrensanweisung im Umgang mit neu eintreffenden Patienten und möglicher Weiterleitung auf die Infektionsstation des Hauses existiert, insbesondere hier die Lenkung vorbei an den üblicherweise zugänglichen Wegen.

Die medikamentöse Versorgung etwaiger Erkrankungsfälle für Erwachsene und Kinder ist sichergestellt. Impfmöglichkeiten und -empfehlungen für speziell exponiertes Personal können den betroffenen Mitarbeitern als zusätzlicher Schutz neben einschlägigen hygienischen Verhaltensmaßnahmen dienen. „Wir haben zwar bereits einen Verdachtsfall aus einem exponierten Reiseland am Wochenende entschärfen müssen und konnten die Schlagkraft des Klinikums auch hier unter Beweis stellen. Erfreulicherweise halten sich die Anfragen und weitere konkrete Erkrankungsvermutungen in sehr überschaubarem Rahmen", vermeldet Chefarzt Dr. Wehler von der Notaufnahme.

Im Falle einer Zunahme der Erkrankungsrate werden alle Maßnahmen ständig überprüft und der aktuellen Entwicklung - auch gemäß der bundesweiten Empfehlungen - angepasst. Das Klinikum nimmt darüberhinaus auch seine Beratungsfunktion gegenüber anderen Krankenhäusern der Region wahr. Als Ansprechpartner für alle weiteren Fragen dienen die einschlägigen Anlaufstellen im Klinikum. Im Bedarfsfall wird das obengenannte Expertengremium zu Rate gezogen.


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