Pressemitteilungen des Klinikums Augsburg (Archiv)


01.12.2011

Stell dir mal eine Welt ohne Freiwillige vor!

Am 5. Dezember ist Internationaler Tag des Ehrenamtes

Augsburg (ak) – „Stell dir mal eine Welt ohne Freiwillige vor!“ Es wäre wahrscheinlich eine Welt mit weniger Lachen, eine Welt, in der Gemeinschaften auseinander fallen und wo jeder die Dinge nur noch für Geld erledigt. Obwohl das Ehrenamt ein großes soziales, wirtschaftliches und menschliches Phänomen ist, wird es von der Allgemeinheit und den Entscheidungsträgern gerne übersehen. Der Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember ist Anlass, die Arbeit der Ehrenamtlichen entsprechend zu würdigen. Weltweit engagieren sich über 140 Mio. Bürger ehrenamtlich. Auch im Klinikum Augsburg sind rund 100 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für das Wohl der Patienten im Einsatz.
Ehrenamt am Klinikum Augsburg
Botengänge wie die Erledigung notwendiger Einkäufe, das Angebot von Töpferkursen bis hin zur geschenkten Zeit und Aufmerksamkeit sind nur kleine Ausschnitte aus den verschiedenen Angeboten, die die Ehrenamtlichen der Krankenhilfe den Patienten anbieten. „Die engagierten Helferinnen und Helfer tragen damit ebenso zum Gefühl der Geborgenheit der Patienten und zur Entlastung des Pflegefachpersonals bei“, betont Klinikum-Vorstand Alexander Schmidtke

Ehrenamt am Klinikum AugsburgDoch wer sind diese Freiwilligen? Eine von vielen ist Gertrud Bröhl. 78 Jahre ist die einstige Schnittdirektrice alt – und seit 28 Jahren führt sie jeden Mittwoch ihr Weg ins Klinikum. Aber nicht als Patientin, sondern zu den Patienten. Gertrud Bröhl ist eine von fast 100 Ehrenamtlichen, die im Verborgenen wertvolle Arbeit leisten. Es sind die vielen kleinen Dinge im Leben eines Patienten, die großes Ungemach erzeugen. Wer kauft für mich ein, wenn ich das Bett nicht verlassen darf? Wer hilft mir, wenn ich mich nach einem Unfall plötzlich im Klinikum befinde, jedoch meine Wäsche knapp wird? In der Lücke zwischen medizinischer Versorgung und professioneller Pflege kommen die Ehrenamtlichen zum Einsatz.

Seit 1983 ist Hedwig Auer dabei: Die 78-Jährige hat einst das Feinmechaniker-Handwerk gelernt. „Sie ist unser guter Geist“, sagen ihre Kolleginnen, die sich nach getaner Arbeit bei Kaffee und Kuchen treffen. „Wir helfen, wenn niemand mehr da ist“, sagen die Damen. Ein Spaziergang im Park, ein Gespräch ohne Zeit- und Kostendruck, einfach nur zuhören, da sein – das hilft auch der Seele.

Anna-Maria KotullaAuch für Anna-Maria Kotulla geht es nicht ohne ehrenamtliche Helfer. Die stellvertretende Leiterin der Patientenbibliothek zählt in ihrem Bereich ein Heer von zwei Dutzend Unterstützern, die mit dem Bücherwagen die Stationen besuchen, Lektüre und Hörbücher verteilen, Wünsche annehmen. „Sie kommen aus allen Berufen“, berichtet Anna-Maria Kottula, „und zeigen enormes Engagement, für das wir uns nur immer wieder bedanken können.“

„Man bekommt viel mehr als man gibt“, betont die Ehrenamtliche Gertrud Bröhl. Ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit nehme sie jedes Mal mit, wenn sie wieder nach Hause gehe. Selbstverständlich kann die Freiwilligen-Truppe immer Hilfe und Nachwuchs gebrauchen. „Unsere vielen Ehrenamtlichen, ob in der Krankenhilfe, in der Bibliothek oder an anderen Stellen, leisten einen unschätzbaren Dienst der Menschlichkeit“, sagt Klinikum-Vorstand Alexander Schmidtke, „dies gilt es zu unterstützen.“


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